ASV® (Adaptive Support Ventilation®)

  • Intelligenter Beatmungsmodus für passive oder spontan atmende erwachsene und pädiatrische Patienten
  • Automatische Anpassung der Beatmung an die Lungenmechanik und Anwendung von Lungenschutzstrategien
  • Verkürzt die Beatmungsdauer
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An die Patientenbedürfnisse angepasste Beatmung

Jedes Beatmungsgerät von Hamilton Medical verfügt über den intelligenten Beatmungsmodus ASV (Adaptive Support Ventilation). ASV passt Atemfrequenz, Tidalvolumen und Inspirationszeit kontinuierlich und gemäß der Lungenmechanik und Atemarbeit des Patienten an. ASV adaptiert die Beatmung rund um die Uhr und mit jedem Atemzug, von der Intubation bis zur Extubation.

ASV verwendet automatisch Lungenschutzstrategien, um Komplikationen wie AutoPEEP und Volutrauma/Barotrauma zu vermindern. Zudem verhindert dieser Modus Apnoe, Tachypnoe, Totraumbeatmung und übermäßig lange Atemzüge. Im Rahmen dieser Lungenschutzstrategien fördert ASV die spontane Atmung durch den Patienten. 

ASV gilt bereits seit dem Jahr 1998 als bewährter Modus in der Intensivversorgung und wird in vielen Intensivstationen weltweit als Standardmodus eingesetzt. ASV wurde erfolgreich bei verschiedenen Patientengruppen eingesetzt, einschließlich postoperativer, COPD- und ARDS-Patienten (Celli 2014, Agarwal 2013, Kirakli 2011, Gruber 2008, Sulzer 2001).

Kundenfeedback zu ASV

Dr. Oliver Seiler

Ehem. stv. Chefarzt

Rega – Schweizer Rettungsflugwacht, Zürich, Schweiz

Vor allem ASV hat sich im täglichen Einsatz bewährt. Unsere Crews sind hellauf begeistert und sagen, dass man die Beatmung getrost dem Gerät überlassen und sich auf die Einrichtung des Patienten konzentrieren kann.

Ken Hargett

Leiter der Beatmungsstation

Methodist Hospital, Houston (TX), USA

ASV passt sich an die Patientenbedürfnisse an, indem es den erforderlichen Druck kontinuierlich regelt und dabei die Beatmung in einem sicheren Bereich hält. Der Modus bietet alle Beatmungsformen, unabhängig davon, welche Bedürfnisse der Patient hat.

Craig Jolly

Ausbildungskoordinator Neonaten/Pädiatrie

University Medical Center, Lubbock (TX), USA

ASV ist für uns Atemtherapeuten von Vorteil, da es uns ermöglicht, die Beatmungseinstellungen optimal auf die aktuellen Bedürfnisse des Patienten abzustimmen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse über ASV

Seit seiner Einführung 1998 ist ASV auf reges wissenschaftliches Interesse gestoßen und wurde in über 30 Studien untersucht. 

Studien belegen:

  • Bei passiven Patienten wählt ASV unterschiedliche Kombinationen aus Tidalvolumen und Atemfrequenz für Patienten mit normaler Lunge sowie für COPD- und ARDS-Patienten aus (Arnal 2008).
  • Bei aktiven Patienten verringert ASV die Atemarbeit und fördert die Synchronisation zwischen Patient und Beatmungsgerät (Wu 2010, Tassaux 2010).
  • Auf der Intensivstation verringert ASV die Entwöhnungsdauer bei Intensivpatienten (Chen 2011) und COPD-Patienten (Kirakli 2011).
  • In der Herzchirurgie ermöglicht ASV eine frühere Extubation als bei konventionellen Modi (Gruber 2008, Sulzer 2001) mit weniger manuellen Anpassungen (Petter 2003) und mit weniger ABG-Analysen (Sulzer 2001). 

Im Quellenverzeichnis finden Sie einen Überblick über die Ergebnisse der ASV-Studien sowie die zugrunde liegenden Prinzipien.

ASV (Adaptive Support Ventilation) – Quellenverzeichnis

Die Vorteile von ASV

Mehr Sicherheit und Komfort für den Patienten

Bedienfreundlichkeit

Effizienz

Mehr Sicherheit und Komfort für den Patienten

ASV verwendet automatisch Lungenschutzstrategien, um Komplikationen wie AutoPEEP und Volutrauma/Barotrauma zu vermindern. Zudem verhindert dieser Modus Apnoe, Tachypnoe, Totraumbeatmung und übermäßig lange Atemzüge. Im Rahmen dieser Lungenschutzstrategien fördert ASV die spontane Atmung durch den Patienten.

Mehreren Studien zufolge verkürzt ASV die Beatmungsdauer bei postoperativen Patienten nach Herz-OPs, Intensivpatienten und COPD-Patienten (Chen 2011, Kirakli 2011, Petter 2003).

Bedienfreundlichkeit

Hamilton Medical hat ASV entwickelt, um die maschinelle Beatmung zu vereinfachen. Dadurch sind keine getrennten Modi für passive und aktive Patienten mehr erforderlich. Mit ASV müssen weniger Parameter eingestellt werden, da in diesem Modus die Atemfrequenz, das Tidalvolumen und die Inspirationszeit automatisch und kontinuierlich in Abhängigkeit von der Lungenmechanik und den Atembemühungen des Patienten angepasst werden. 

Studien belegen , dass im Modus ASV im Vergleich zu konventionellen Modi weniger Anpassungen durch den Bediener erforderlich sind und weniger Alarme generiert werden (Sulzer 2001, Petter 2003, Celli 2014).

Effizienz

Mehreren Studien zufolge verkürzt ASV die Beatmungsdauer bei postoperativen Patienten nach Herz-OPs, Intensivpatienten und COPD-Patienten (Chen 2011, Kirakli 2011, Petter 2003). Außerdem reduziert dieser Modus den Arbeitsaufwand für Anpassungen durch den Bediener und Alarmmanagement (Sulzer 2001, Petter 2003, Celli 2014) und trägt dadurch dazu bei, die Effizienz bei der Patientenversorgung zu erhöhen.

Funktionsweise von ASV

ASV sorgt für die Einhaltung eines vom Bediener eingestellten minimalen Minutenvolumens und bestimmt basierend auf dem Grundsatz der minimalen Atemarbeit von Otis (Otis 1954) automatisch die optimale Kombination aus Tidalvolumen und Atemfrequenz. ASV berücksichtigt die Atemmechanik des Patienten, die mit dem proximalen Flow Sensor mit jedem Atemzug gemessen wird. ASV stellt die optimale Beatmungstherapie für jeden Patienten sicher, ob passive Patienten, Patienten mit Spontanatmung oder Entwöhnungspatienten.

ASV bei passiven Patienten

Bei passiven Patienten ist ASV ein volumenorientierter, druckkontrollierter Modus mit automatischer Anpassung von inspiratorischem Druck, Atemfrequenz und Verhältnis von Inspirations- zu Exspirationszeit. Das maximale Tidalvolumen wird durch die Einstellung eines maximalen inspiratorischen Drucks gesteuert. Die Exspirationszeit wird nach der exspiratorischen Zeitkonstante bestimmt, um eine dynamische Hyperinflation zu verhindern.

ASV bei aktiven Patienten

Bei Patienten mit spontaner Atmung ist ASV ein volumenorientierter, druckunterstützter Modus mit automatischer Anpassung der Druckunterstützung gemäß der spontanen Atemfrequenz. Da eine automatische Verringerung der Druckunterstützung erfolgt, sobald die Atembemühungen des Patienten zunehmen, wird die Entwöhnung gefördert. ASV kann auch für Entwöhnungsversuche vor der Extubation eingesetzt werden. 

Verfügbarkeit von ASV

ASV ist auf allen aktuellen Beatmungsgeräten von Hamilton Medical verfügbar. 

Siehe Produktübersicht für die Beatmungsgeräte

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Broschüre

ASV Broschüre

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689149.04

DE

Bibliographies

ASV bibliography

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ELO20151136S.02

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Referenzliteratur

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Iotti GA, Polito A, Belliato M, Pasero D, Beduneau G, Wysocki M, et al. Adaptive support ventilation versus conventional ventilation for total ventilatory support in acute respiratory failure. Intensive Care Med. 2010 Aug;36(8):1371‑1379.

Kirakli C, Ozdemir I, Ucar ZZ, Cimen P, Kepil S, Ozkan SA. Adaptive support ventilation for faster weaning in COPD: a randomised controlled trial. Eur Respir J. 2011 Oct;38(4):774‑780.

Otis AB. The work of breathing. Physiol Rev. 1954 Jul;34(3):449-58

Petter AH, Chioléro RL, Cassina T, Chassot P-G, Müller XM, Revelly J-P. Automatic « respirator/weaning » with adaptive support ventilation: the effect on duration of endotracheal intubation and patient management. Anesth Analg. 2003 Dec;97(6):1743‑1750.

Sulzer CF, Chioléro R, Chassot PG, Mueller XM, Revelly JP. Adaptive support ventilation for fast tracheal extubation after cardiac surgery: a randomized controlled study. Anesthesiology. 2001 Dec;95(6):1339‑1345.

Tassaux D, Dalmas E, Gratadour P, Jolliet P. Patient-ventilator interactions during partial ventilatory support: a preliminary study comparing the effects of adaptive support ventilation with synchronized intermittent mandatory ventilation plus inspiratory pressure support. Crit Care Med. 2002 Apr;30(4):801‑807.

Wu C-P, Lin H-I, Perng W-C, Yang S-H, Chen C-W, Huang Y-CT, et al. Correlation between the %MinVol setting and work of breathing during adaptive support ventilation in patients with respiratory failure. Respir Care. 2010 Mar;55(3):334‑341.